Tanken eine Physik für sich!

Beginn der anderthalbstündigen Fahrstunde. Plötzlich ein lautes Piepen. Die Tankanzeige leuchtet auf. Die restlichen 100 Kilometer können gefahren werden. Der Fahrlehrer zuversichtlich, dass man die zwei Fahrstunden noch gut rumkriegt. Eine Fahrstunde wie jede andere. Ruhig und ohne Probleme. Immer wieder der Blick auf die digitale Tankanzeige. Noch 50 Kilometer. Autobahn. In der nächsten Stadt wird dann doch die „Zentrale“ vom Fahrlehrer kontaktiert. Ob denn 40 Kilometer bis zum Zielort reichen werden.


Gespräch. „Falls wir liegen bleiben rufe ich dich noch einmal an, dann musst’e mal eben vorbei kommen!“
Ich kenne es von meiner Mutter. Sie fährt auch immer mit dem letzten Rest auf Risiko. Ich habe immer ein ungutes Gefühl dabei.
Nur noch 10 Kilometer und mit „Stop and Go“ geht’s in Richtung Tankstelle. Das Auto bekommt immer mehr Durst.
Dort endlich die Tankstelle. Das war aber auch höchste Zeit. Ich stelle mich hinter einem bereits betankten Auto, dessen Fahrer wohl gleich vom Bezahlen zurückkommen sollte. Doch er kam nicht. Mein Fahrlehrer ließ seinem Ärger Luft. Man sah einen Mann in der Tankstelle, der stand und Zeitung las. Nach fünf Minuten machte er dann auch endlich Anstalten, sich zu seinem Auto zu bewegen. Er stellte es zur Seite und las weiter.
Dann endlich konnte ich an die Tanksäule heranfahren. Mit dem Kofferraum bis auf Höhe der Zapfsäule. Motorabstellen, Absichern. Man sollte sich immer ein Tuch vom vorhandenen Spender nehmen, damit man das Benzin nicht auf die Hände bekommt. Des Weiteren ist es ratsam, dass man den Zapfhahn beim einstecken in die Tanköffnung, welche man vorher geöffnet haben sollte, nach oben hält, damit noch vorhandene Öltropfen nicht auf den Boden gelangen und auch nicht aufs Auto. Ein Tropfen verschmutzt ja schließlich 600 Liter Wasser, wer in der Theorie aufgepasst hat, weiß es.
So nun zum Tanken zurück. Man betätigt einen Hebel, worauf der Sprit fließt. Zur Erleichterung kann man dann eine Klemme einstellen, sodass es alleine fließt. Durch einen Sensor wird der Fluss auch automatisch wieder gestoppt, weshalb man keine Angst haben braucht, dass der Tank überläuft.
In der Regel bezahlt der Fahrlehrer. Bei wem das anders ist, der sollte sich vll. mal Gedanken machen, ob er nicht die falsche Fahrschule gewählt hat.
Ich denke, dass das Bezahlen wohl auch keiner Einweisung bedarf. Schließlich kennt man es doch schon, als sein Geld zur Verkäuferin wechselte, um den überteuerten Alkohol als Minderjähriger dort zu kaufen oder etwa nicht? 😛
Somit war dieser Tag auch schon wieder vorbei und ich ließ mich von einer anderen Fahrschülerin nach Hause kutschieren .

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2 Antworten zu “Tanken eine Physik für sich!”

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