Navigon 2110 max Test

Navigon 2110 max TestHeute ein Blogpost über das Navigationsgerät Navigon 2110 max. Navigationsgeräte bieten viele Features und sind gerade für Fahranfänger eine ideale Unterstützung bei der ersten längeren Fahrt. Mit dem Navigon 2110 max präsentiert sich ein günstiges, aber auch ein sehr gutes Navigationssystem, das ich im folgenden Post euch näher bringen möchte.

Ich wollte schon länger ein Navigationsgerät testen, da ich denke das so ein Test ideal hier rein passen würde. Also habe ich mich einmal auf den Navigationsgerätemarkt umgeschaut um ein passendes Modell zu finden – und dies war gar nicht einmal so einfach. Es gibt nämlich unzählige Anbieter mit noch mehr unterschiedlicheren Modellen. Die Qual der Wahl war also gegeben, durch eine eigene Anforderungsanalyse ließen sich aber entsprechende Modelle raus filtern. So war mir beispielsweise wichtig, dass das Navigatonsgerät eine eher günstigeres Modell ist. Ist ja auch klar, wenn man sich ein eigenes Auto gekauft hat, dann wird nicht mehr so viel Geld auf dem Konto sein. So fiel meine Wahl auf das Navigon 2110 max, das mit rund 220 Euro im Vergleich zu anderen Modellen noch recht günstig ist und auch schon in anderen Tests sehr gut abgeschnitten hat. Diesem Gerät möchte ich nun auf den Zahn fühlen. Vielen Dank hier schon einmal an die Firma Navigon, die mir ein Testexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Zusammenbau und Befestigung

Halterung Navigon 2110 max

Bevor es mit dem Navigon 2110 max auf Fahrt ging, musste es erst natürlich zusammengebaut und befestigt werden. Das Zusammenbauen ist sehr einfach und auch ohne Anleitung zu schaffen. Danach kommt das befestigen. Per Saugnapf und Druck wird das Gerät an die Scheibe „geklebt“. Man liest in anderen Testberichten ja Schreckensgeschichten, in denen das Navigationsgerät während der Fahrt von der Scheibe gefallen sein soll. Die Angst, das der Saugnapf schlapp macht und das Gerät fallen lässt, ist dabei bei diesem Gerät völlig unbegründet. Bei meinen Test hat es gehoben wie einbetoniert. Lediglich der Arm zum positionieren des Gerätes ist während der Fahrt einmal ein wenig abgerutscht, dabei war aber wohl die Schraube nicht richtig angezogen.

Um das Navigationsgerät, und vor allem dem Umgang damit, besser kennenzulernen, sollte man nicht sofort damit auf großen Reisen gehen, sondern es erstmal bei bekannten Strecken einsetzen.

Einstieg
Der Umgang mit dem Navigationsgerät ist kinderleicht und fällt auch weniger technisch visierten Menschen einfach. Beim Anschalten muss man sich zwischen der Navigationsfunktion und dem Bildbetrachter entscheiden. Der Bildbetrachter ist übrigens das einzige Feature im Navigon 2110 max, das nichts unmittelbares mit der „Navigation“ zu tun hat. Mit dem Bildbetrachter können Fotos auf dem Navigationsgerät angeschaut werden. Auch dieses Feature würde ich nicht missen, wenn der Preis dafür niedrige wäre.

Aber zurück zur Navigation. Die Auswahl erfolgt über den Finger über den verbauten Touchscreen. Die Auswahlpunkte sind groß genug, sodass man auch mit ungeschickten Fingern die gewünschte Option erreicht. Über „Neues Ziel“ startet man die Navigation. Nun kann ausgewählt werden, ob man nach einer Adresse suchen möchte, oder ein Sonderziel. Unter dem Sonderziel versteht man Tankstellen, Restaurants und Krankenhäuser. Die Sonderzielsuche ist nach eigener Erfahrung sehr hilfreich, wenn man beispielsweise in einer fremden Großstadt ist und nach der nächsten Tankstelle sucht. Bei der Option „Sonderziel“ werden nämlich alle in der Nähe befindlichen Sonderziele, z.B. eben jene Tankstellen, automatisch gesucht und für eine Navigation dorthin angeboten.

adresseingabe

Im Normalfall wird man aber häufiger nach Adressen suchen. Hier muss man erst den Ort eingeben. Auch hier erfolgt die Eingabe per Finger. Dabei sind die Buchstaben-Flächen deutlich kleiner, aber immer noch ausreichend, dennoch kann man sich hier schon das ein oder andere Mal vertippen. Positiv an der Eingabe von Ort, Straße, Hausnummer oder auch Querstraße ist, das Buchstaben ausgegraut und damit nicht mehr anwählbar werden, wenn es keinen entsprechenden Eintrag dafür gibt. Gibt es in dem Ort z.B. eine Königsallee und eine Königsstraße, dann ist nach der Eingabe des Wortes König lediglich der Buchstaben A oder S anwählbar. Hier setzt dann aber auch die automatische Vervollständigung ein, die sehr hilfreich ist und bewirkt, dass man selten den kompletten Straßen- oder Ortsnamen eingeben muss.

Ist das Ziel eingegeben, kann man nun noch bestimmten, auf welcher Weise die Router bestimmt werden soll. So hat man beispielsweise die Wahl zwischen der kürzesten, der schnellsten oder aber auch der optimalen Route, die wohl ein Kompromiss zwischen schnellster und kürzester Route ist. Während die schnellste Route bei sehr weiten Strecken einen manchmal über Autobahnen leitet, die einen Umweg bedeuten, leitet das Navigationsgerät bei der kürzesten Route schon einmal durch verwinkelte Gassen, die man so bestimmt nicht gefahren wäre. Die optimale Route scheint sich deswegen zu empfehlen.

Fahren mit dem Navigationsgerät
Natürlich bringt ein Test eines Navigationsgerätes nichts, wenn man es nicht selber ausprobiert. So habe ich es am Anfang für kurze, mir bekannte Strecken eingesetzt. Dies war zum einen Mal für den Umgang wichtig, zum anderen konnte man es auch optimal für sich selbst einstellen. So ist es beispielsweise sehr wichtig, die Lautstärke des Gerätes vor einer längeren Fahrt einzustellen. Auf mittlerer Stufe, war mir diese nämlich zu leise. Auf der höchsten Stufe war es für mich persönlich bei einer lauten Umgebung ideal und man konnte sogar noch Musik nebenbei hören.

fahrspurassistent

Angesagt wird die Route von einer weiblichen Stimme, die sehr gut zu verstehen ist. Unterstützt wird die sprachliche Anweisung noch durch eine grafische Darstellung des Straßenverlaufes auf dem guten Display. Hier kann man immer wieder einen Blick darauf werfen, wenn man wissen möchte wo man sich befindet und wie es weiter geht. Am Anfang ist der Blick auf den Bildschirm auch nötig, da man die Angaben wie nach „200 Meter rechts abbiegen“ schlecht einschätzen kann und so die Gefahr besteht, in einer verzweigten Stadt zu früh oder zu spät abzubiegen. Auch der Hinweis des Gerätes, dass man „bitte jetzt abbiegen“ soll, kommt in einigen Fällen viel zu spät, sodass man nur durch ein hektisches Spurenwechsel noch auf die richtige Spur kommt. Dies ist aber bei dichtem Verkehr nicht immer möglich, oder nur unter der Gefahr der Behinderung von anderen Verkehrsteilnehmern. Nach und nach bekommt man dann aber das richtige Gefühl, wann man abbiegen muss und wann nicht. Und sollte man sich dennoch das Abbiegen verpassen, berechnet das Navigationsgerät einfach einen neuen Kurs, verfahren ist also ausgeschlossen.

Die Fahrtanweisungen sind im Normalfall verständlich, in bestimmten Gegenden kann man über sie aber schon schmunzeln. So rät es mir, bei einer Abzweigung bitte „halbrechts“ abzubiegen. Man hat aber nur die Wahl zwischen Rechts und Links. Bei mehreren Verzweigungen mag diese Ansage gut sein, in diesem Fall verwirrt sie aber mehr, als das sie hilft.

Auf weite Reisen
Kurze Strecken mit dem Navigationsgerät ist ein Sache, eine deutlich längere und weitere Strecke ein andere. Statt eine Straße wartet die große, weite Autobahn mit all ihren Ausfahrten und den immer wieder auftretenden Staus. So habe ich mich auch mal auf die Reise begeben um das Navigationsgerät auch auf einer längeren Strecke zu testen. Dafür fuhr ich in das rund 470 km entfernte Leipzig. Dabei führte mich die Fahrt vor allem über die Autobahnen von Deutschland. Dabei bin ich mit dem Navigon 2110 max gut an- sowie wieder nach Hause gekommen. Das schöne daran, trotz der langen Strecke bin ich weder bei der Hinfahrt, noch bei der Rückfahrt in einen Stau gekommen – TMC sei Dank. TMC steht für Traffic Message Channel und ist ein Feature, das zur automatischen Umfahrung von Verkehrsstaus und Behinderungen dient. Sprich tritt ein Stau auf, das war beispielsweise bei der Hinfahrt mehrfach der Fall, leitet das Navigationsgerät die Route um den Stau herum. Das hat prima funktioniert und ist meiner Meinung nach einer der Riesenvorteile von Navigationsgeräten.

reality view

Im Gegensatz zum Straßenverkehr kann man sich auf der Autobahn nicht verfahren, sprich die falsche Ausfahrt nehmen. Grund dafür ist die Reality View, ein Feature das vor Autobahnkreuzen und –dreiecken eine 3D-Darstellungen zeigt und damit hilft, welcher Beschilderung man folgen und welche Fahrspur man wählen soll.

Auf der Autobahn spielt das Navigon 2110 max seine wahre Stärken aus.

Fazit
Für den Preis bekommt das, was man möchte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Navigon 2110 max beschränkt sich auf seine Stärken, die Navigation und erfüllt diese mit Bravour.

Das Gerät kann ich uneingeschränkt empfehlen!

navigon_2110_max_packung

Weitere Informationen zum Navigon 2110 max gibt es auf der Website des Herstellers.

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1 Antwort zu “Navigon 2110 max Test”

  1. Ich hab auch noch ein älteres Navitagionssystem und werde mir vielleicht in nächster zeit überlegen ein neues zu Kaufen. Aus diesem Grund besten Dank für den aufschlussreichen Beitrag!

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